SIRUPwerk

Annikas neuste Köstlichkeit aus der Küche. Schlehensirup, hervorragend über Eis und im Sekt oder verdünnt mit Wasser wird es eine schmackhafte Limonade.

Schlehdorn (Prunus spinosa)

Schlehensirup

 

Jedes Mal, wenn ich Schlehen pflücke, werde ich angesprochen. Ja kann man die denn essen und was ist das überhaupt? Schlehen sehen aus wie Zwetschgen in Heidelbeergröße, und haben grünes Fleisch (allerdings nur wenig davon) und einen Stein. Der Strauch heißt „Schlehdorn“ und ist häufig zwischen Äckern anzutreffen. Leider gibt es davon im Raum Wien viel zu wenig und es gibt ja auch noch andere Pflücker, weshalb ich selten mehr als ein oder zwei Kilo pflücken kann.

Eigentlich sollte man die Schlehen erst nach dem ersten Frost pflücken, damit die Bitterstoffe durch die Kälte zerstört werden. Würde ich dem Ratschlag folgen, würde ich in Wien maximal noch 50g ernten können, daher ernte ich meistens Ende August und friere die Schlehen für ca. 48 ein.

Danach lasse ich sie auftauen und übergieße sie in einer Schüssel mit kochendem Wasser (ca. 1 Liter für 1kg Schlehen). Dazu kommen Zimtrinden, Nelken, Piment…. Das übliche Weihnachtsgewürzprogramm. Man kann auch einige Schlehen zerquetschen, sodass auch ihre Steine zerbrechen. Das intensiviert das Aroma.

Das ganze zieht ca. 3-4 Tage lang, wobei ich den „Saft“ immer wieder (1-2 mal pro Tag) abgieße, zum Kochen bringe und kochend heiß wieder über die Schlehen gieße. Nach wenigen Stunden schon ist er herrlich rot.

Am Schluss kann man dann nochmal alles rausholen, wenn man die Schlehen gut zerdrückt, bevor man den ganzen Saft durch ein Geschirrtuch abgießt. Alles wird dann noch mit Zucker (ich nehme ca. 800-900g pro Liter) aufgekocht. Auch ein bisschen Zitronensäure schadet nicht.

Herrlich im Sekt oder einfach als Sirup mit Wasser!

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